Wenn man den großen Torbogen der Alexandrinenstraße durchfuhr, landete man im Park des Barons. Er hatte seinen Marstall vermietet, meine Patentante Meta hatte dort die ostdeutsche Pelzerfassung für russische Felle und später gegerbte Felle aufgebaut. Sie war Kürschnerin, und so ergab sich das Interesse an dem Metier.

Mein Vater fuhr ihren alten Opel P 4 nach Leipzig, um die Neuheiten auf dem Markt kennenzulernen, und so lernte ich, die häufig im Park war, nicht nur die Bücher des Herrn v. B. kennen, der ihre Inhalte abfragte, sondern war auch begeistert von den Rauchwaren, die gegerbt im Marstall lagen. Am liebsten streichelte ich Zobel, aber auch die Naturnerze gefielen mir sehr.

Damals gab es die Ablehnung der Felle noch nicht, wie das heutzutage Mode ist. Dabei haben Pelze keine freie Radikalen. Moderne Webpelze sind voll davon und zerstören die freien Antioxidantien über den Fett-Molekülketten, die eigentlich unsere Gesundheit schützen sollen. (Siehe Schriften von Dr. Budwig und Udo Erasmus). Noch wichtiger waren die Mokassins der Indianer, die einen Austausch mit Mutter Erde ermöglichten.

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Auch der Silberschmuck der Zunis mit ihren petrofied Holz Einlegearbeiten und Türkisen zeugten von dem Schönheitssinn der Eingeborenen, die man so würdelos um ihr Eigentum brachte, weil es den Siedlern so in den Kram passte.

Die Kindheit brachte Musik- und Theaterbesuche mit sich, auf die Dramen war ich durch die Leseschulung meiner Mentoren vorbereitet worden.

So war das Leben ärmlich, und dennoch voller Anregungen. Ich war 8 bis 10 Jahre alt. Geklagt wurde in unserem Haushalt jedoch nie, trotz aller Mängel.

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