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http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/07/06/verbotene-fakten-uber-die-massenarbeitslosigkeit-in-deutschland/

Lieber Eifelphilosoph,

meinst Du wirklich, dass Deine Offenlegung eines tückischen Sachverhalts irgendetwas ändert? Die Scheinheiligen mit Dollarzeichen in den Augen an den Spitzen eines korrupten Staates wollen das gar nicht von Dir wissen – sie wissen es nämlich längst selber. Darum verabschieden sie das Anti-Korruptionsgesetz auch nicht. Die Bestechlichkeit geht wohl quer durch alle Parteien.

Die Politbonzen überlegen schon lange, wie sie unnütze Esser keulen können. Macht man sonst mit Schweinegrippen-Schweinchen oder Vogelgrippe-Hähnchen. Nur der kleingehaltene und verdummte Bürger jubelt ihnen noch zu: Unseren Küsschen-Küsschen-Strategen, die total würdelos geworden sind. Sie küssen Freund UND Feind und suchen ihr warmes Plätzchen – ja wo wohl? Früher hatten sie das noch verborgen, jetzt stehen sie ganz offen zu ihren Charakterschwächen.

Und dennoch waren schon frühere Degenhardt-Gesänge aufrüttelnd, der Durchschnittsbürger jedoch jubelte sie mit, weil sie ihn nicht betrafen. Inzwischen ist der Jubel kleiner geworden. Wir sangen sie bereits in den 60er Jahren zur Klampfe und hofften, dass es so schlimm schon nicht kommen würde.

Den Song von den Schmuddelkindern (Spiel nicht mit den Schmuddelkindern), sangen wir, denen wir ja in die Oberstadt entkommen wollten um eines besseren Lebens willen.

Man glaubte optimistisch an den Aufstieg. Dafür lernte man, dafür sparte man. Die Renten sind sicher, tönte es von unserer Obrigkeit. .

Wer dachte mit 30 bereits an die Rente? Wir doch nicht. Das taten nur die Staatsbediensteten, die jeden Fortschritt im Keim erstickten, weil ihr Hinterteil auf weichgepolsterten Bürostühlen saßen

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Arbeitslosigkeit (Umdenken Mister – umdenken Mister) Songtext:

ARBEISTLOSIGKEIT

na undwissen Sie aus diesem thema
müssen endlich mal die emotionen raus
schon der begriff
das klingt so muffig
ARBEITSLOS
das riecht nach klo und kappes
zeitweilig unbeschäftigt
sollte man das nennen
sehen sie das ganze doch mal
ohne vorurteile an
das soziale netz ist gut geknüpft
mit einem bruchteil von der unterstützung
die so einer kriegt
fühlt sich ein kuli in KALKUTTA
doch als krösus

und
die leute haben endlich auch mal ihre ruhe
dieses hasten ist vorbei
der leistungsdruck
am fließband diese kurzen arbeitstakte
hält doch auf die dauer niemand aus
und ads verdummt ja schließlich auch
gerade ihr
die linken
habt doch immer darüber geklagt
und die leute haben wieder zeit
zu lesen
gutes buch konzert theater
bildung
ist doch was für euch

UMDENKEN mister UMDENKEN mister
und zwar schnell
und zwar radikal

das problem
darf man auch nicht so kleinkariert betrachten
was geschieht denn da
vor unser aller augen
na
die gesamte WIRTSCHAFT
und zwar weltweit
strukturiert sich um

gigantisch ist das
ein globales produktions- und einkaufszentrum
ist grad im entstehen
eine WELTFABRIK
zum beispiel hemden
lassen wir in hongkong machen
autos in brasilien
und schwarze mädchen in südafrika
verpacken aspirin

die ganze erde wird ein supermarkt
mit rock und pop und rumtata
und alles unter einem DACH
der alte menschheitstraum wird wahr
die weltgemeinde
grenzenlos
ist doch was für sie

rassen klassen länderschranken
fallen
satellitenfernsehn dringt in jede kleine hütte
SAN FRANCISKO WLADIWOSTOK
sehen gleichzeitig
mick jagger
oder bayern gegen sao paulo
wohlstand unterm multinationalen stern
das ist die vision jawohl

UMDENEKN mister UMDENKEN mister
und zwar schnell
und zwar radikal

sehen sie
vor dieser vision
vor dieser echten REVOLUTION
wird alles übrige klein
bedeutungslos
und dafür muß man opfer bringen
jeder

egoistische interessen
haben da mal hintenanzustehen
sicher
ungerechtigkeiten
oder besser noch disparitäten
wird’s dabei natürlich geben
wie bei jeder REVOLUTUIN
damit muß man leben

und da nützt kein lamentieren
heulen
händchenhalten
wenn paar dinge oder leute auf der strecke bleiben
das ist sowieso meist schrott
brauchbar sind die MOBILEN

die beweglichen
zum beispiel
wenns mal keine arbeit gibt
bei KRUPP in ESSEN
nun
wird eben umgeschult

oder besser noch
dann zieht man dahin wo´s ARBEIT gibt
nach MÜNCHEN oder HAMBURG
und vielleicht sogar
nach RIO oder KAPSTADT
femder Länder
abenteuer
weg von mutterns ofen

ja der ARBEITER 2000
der wird wieder ein nomade sein
mit sack und pack und campingwagen
zieht er durch die welt
ein freier mann
für eine gute ARBEIT zieht er meilenweit

UMDENKEN mister UMDENKEN mister
und zwar schnell
und zwar radikal

ja
und diese wirkliche echte
und globale REVOLUTION
die machen diesmal die
die da was von verstehen
und das sind die multis

WELTKONZERNE
internationales UNTERNEHMERTUM

und nicht
eure roten KOMMISSARE
und GEWERKSCHAFTSBONZEN
mit den sprüchen aus der mottenkiste
von vor 100 jahren

handel wandel
und gewinne
das sind die methoden
keine ideologien mehr
und so was
RATIONALITÄT
klar übern markt gesteuert
produzenten und produkte
die GEWINNE
weisen aus
was läuft und was verschwinden muß
einfach ist das
deutlich
jeder muß das einsehn

transparenz
da haben sie doch immer von geschwärmt

und klar geordnet
systematisiert
genormt
PRODUKT UND PRODUZENTENSEITE
Hüsken Tüsken eigenheiten
hier ein päuschen da mal STREIKEN
hier ne meinung
da ne meinung
jeder will was andres sein und haben

biedermänner und gemütlichkiet
und so was
damit ist natürlich aus
jawohl

UMDENKEN mister UMDENKEN mister
und zwar schnell
und zwar radikal

was wie bitte
wenn die nicht so wollen
meinen sie
die PRODUZENTENSEITE
wenn sie das nicht überzeugt
und wenn sich das sogar
zum STÖRPOTENTIAL
auswachsen sollte
so mit ARBEITSKAMPF
und KLASSENKAMPF auch international
und so

na hören sie
das wäre nicht gut
da müßte man
schon etwas POWER geben

nun
in jedem fall
der erste schritt ist längst getan
gigantisch und global
das läuft
die ganze erde
grenzenlos
und immer weiter
niemand hält das auf
und immer weiter marschieren bis alles
in scherben . . .

——

Die Weißmacher

Und als der fleißige Student
beendet hat sein Studium,
da zog er aus der Lernfabrik
in eine andre um.

Das war ein großes Seifenhaus.
Mit hundert andern stellte er
schier dreißig Jahr tagein tagaus
die allerfeinste Seife her.
Die hatte hundert Weißmacher.
Und hat sein Lebtag nicht gefragt,
warum er solchen Unsinn macht.

Und er bekam als Lohn dafür
ein Haus und Wagen, Kind und Frau.
Das nannte er sein Eigentum.
So handelte er auch genau.
Da durfte keiner ran und rein.
Das liebte und das putzte er
zum Wochenend, jahraus jahrein,
mit allerfeinstem Seifenschmeer.
Der hatte hundert Weißmacher.

Und hat sein Lebtag nicht gefragt,
warum er solchen Unsinn macht.

Und als er fünfzig Jahr alt war,
da fing er plötzlich an zu schrein.
Er kotzte in den Seifentrog,
und dabei fiel er rein.
Natürlich hatte er kein Glück.
Zerkocht, zermahlen wurde er,
gepreßt zu tausend Seifenstück.
Die Seife ist noch im Verkehr,
und die hat hundert Weißmacher.
Und hat sein Lebtag nicht gefragt,
warum er solchen Unsinn macht.

In diesem Produktionsprozeß
wird zum Produkt, wer produziert

Das ändert sich solange nicht,
bis es geändert wird.
Denn ihm gehört der Apparat,
den nennt man heut noch «Arbeiter»,
erst, wenn der ihn sich genommen hat,
dann ist er keine Ware mehr,
wenn er sie in die Hölle schickt, die Weißmacher.
Und das sei nicht nur so gesagt.
Es kommt drauf an, daß man es macht.

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Das Jahr der Schweine

Dies ist das Jahr der Schweine,
und dieses Jahr wird lang.
Es zieht durch unsre Städte
dieser Schweinegestank.

Die, die uns jetzt verfolgen,
verstehen ihr Geschäft.
Weh dem, der jetzt noch sorglos
und ohne Waffe schläft.

Mancher wird uns verraten.
Sei wachsam, wo du bist.
Wir müssen überleben,
kämpfen mit aller List.

Flieh in die Katakomben,
eh du dich fangen läßt.
Am Bahndamm wird jetzt mancher
unter den Zug gehetzt.

Doch auch das Jahr der Schweine
wird einmal enden. Dann,
dann bricht der rote Morgen
der endgültigen Zeit an.

Und darum lasst uns feiern
auch vor der Feierzeit,
und sollten uns auch stärken
an unsrer Einigkeit.

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So war Deutschland immer auch stramm dabei, wenn etwas schief lief und läuft.

Während des NATO-Krieges gegen Jugoslawien, als Bomben das Land zerstörten, dem man Menschenrechte bescheren wollte,

unter anderen der Rudolf Scharping,

mit dem ich noch in Mutlangen gegen NATO-Raketen demonstriert habe, da las ich noch einmal in Texten von Andreas Greif, der sich Gryphius nannte. Andreas Gryphius schrieb während des 3Ojährigen Krieges, 1636, dieses Gedicht:

Wir sind ja nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret:
Der Völker freche Schar, die rasende Posaun,
das Schwert so fett von Blut, die donnernde Kartaun
hat allen Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret.

Die Türme steh’n in Glut, die Kirch ist umgekehret
das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun,
die Jungfern sind geschänd’t

und wohin wir nun schaun
ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut
und ist schon viel zu lang, daß unsrer Ströme Flut
von Leichen fast verstopft, nur langsam vorgedrungen.

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,
was grimmer denn die Pest und Glut und Hungersnot:
dass auch der Seelen Schatz so vielen abgezwungen

—–

http://www.songtextemania.com/arbeitslosigkeit_umdenken_mister_-_umdenken_mister_songtext_franz_josef_degenhardt.html

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