Der Wahlkampf wird lang und schäbig. Wenn man das Geschimpfe auf andere Parteien schon für das volle Programm nimmt, dann ist das wie im Komödienstadl. Dabei sehen sie doch alle so gut aus!

Es gibt wirklich hübsche Bilder von unseren Politikern, aber die stehen alle unter Denkmalsschutz, Artenschutz oder Copyright. Sonst hätte ich sie gerne hier eingestellt.

Alles verhinderte Dichter!

Balduin Bählamm

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Leider erfolgt zu Sachfragen keine Aufklärung mehr. Jeder watscht den politischen Gegner mit Gemeinplätzen ab. “Aufklärung” im Sekundentakt, wenn sich die Kontrahenten in Talkshows begegnen. Keiner kann richtig aussprechen, was er meint. Die Moderatoren sollten das Mikro abstellen können, wenn jemand immer dazwischenquatscht. Es muss einfach mehr Inhalt und Ruhe in die Diskussionen kommen. Schreien stört da nur.

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So viel oder so wenig Information für den Wähler bringt manche dazu, einfach am Wahltag zu Hause zu bleiben. Aber ist das richtig? Kann man nicht seinen Unmut auf politische Weise ausdrücken?

Vor gefühlten 100 Jahren   war es so, dass ein “Pfründentopf” für alle Parteien über 5 % als Segen ausgeschüttet wurde? Das Parteiengesetz (§ 18) für die gesetzliche Wahlförderung ist mehrfach geändert worden, wie ich gerade lese.  Jetzt erhalten auch kleinere Teilnehmer mit mindestens 1 % Wählern eine Erstattung.

Aber wie ist das heutzutage geregelt für die Wähler, die zur Wahl erscheinen, aber dann bewusst ungültig wählen. Könnte man da zumindest die anteilige Ausschüttung aus dem Wahlkampftopf an unsere etablierten Parteien verhindern? Das würde die sicherlich ärgern. Das müsste schön sein…..!

http://de.wikipedia.org/wiki/Parteienfinanzierung

Man sollte eine Partei der “Ungültigen” gründen, damit auch die Unzufriedenen Politikgeld in die Hände bekommen. Das ist ein gewaltiges Potential an Wählern.

Wenn das alte Pfründenrecht noch besteht, ist es den etablierten Parteien lieber, wenn Nichtwähler zuhause bleiben. Denn in diesem Falle wird der Geldsegen anteilig an die großen Parteien umverteilt.

http://www.wahlumfrage.de/?p=3895

Dann doch lieber wählen gehen und den Stimmzettel ungültig machen. Dann bleibt’s im Staatssäckel – der damit leider auch nichts Vernünftiges anstellt. Flughafen Berlin, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Kriege, etc.

Schau’n wir mal, wie der Wähler sich verhält.

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