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Der ganze Mensch tut weh.

It starts with Food. Autoren Dallas und Melissa Hartwig.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die an schmerzhaften Erkrankungen leiden, die bis zur Verkrüppelung führen können, ist das Buch, auf das ich mich hier beziehe, gewiss auch für Sie interessant.

Neueste Untersuchungsergebnisse behaupten: Alle Krankheiten sind Entzündungsprozesse. Auch die steigende Zahl der Autoimmunerkrankungen wird als chronische Entzündung erklärt. Sogar Alzheimer fällt unter diese Rubrik.

Neuerdings nennt man Alzheimer allerdings auch Diabetes 3. Über Diabetes werde ich in den nächsten Tagen ein weiteres Buch besprechen. Den Titel kann ich Ihnen schon jetzt nennen: Diabetes heilen ohne Medikamente von Suzy Cohen. Sie ist seit 20 Jahren als Apothekerin tätig und klärt über Diabetes 1, 2, 3 und 1.5 (LADA) auf.

Wie oft hören wir von Leuten, die nur noch in Schmerzen leben und sich nicht mehr erinnern können, wann es ihnen besser ging. Sie träumen davon, ihre alte Beweglichkeit und ihr Wohlbefinden zurückzugewinnen, aber außer Schmerzmitteln fällt ihnen nichts dazu ein. Schlimme Mediziner erklären solchen Patienten dann, dass das alles nur in ihrem Kopf stattfinde. Antidepressiva, die auch nichts bewirken, ausser süchtig zu machen.

Ab einem gewissen Alter denkt man sich, dass das halt die zu erwartenden Alterserscheinungen sind.

Abnutzung der Gelenke bis hin zum Verlust der Knorpelmasse in den Kniegelenken, „eingefrorene Schultern“, Muskelverspannungen, die nicht mehr weichen wollen. Wir wissen für alles eine Erklärung, die Ärzte verschreiben Rheumasalben und Pillen. Zur eigentlichen Gesundheitsberatung fehlt in der Arztpraxis die Zeit, die Gebührenordnung benachteiligt das therapeutische Gespräch.

Außerdem ist der Arzt zumeist nur auf dem neuesten Stand der Pharmawerbung, dargebracht vom Pharmareferenten, der das Wohl seiner Firma im Sinn hat und seine umsatzabhängige Prämie. Das Wohlergehen der Patienten durch Arzt und Industrie ist nicht wichtig.

Die Umsatzzahlen werden für jeden Bereich eines Pharmareferenten statistisch genau ermittelt. Die Firmen wissen genau, welcher Arzt ihre Medikamente verordnet, und entsprechend werden die Ärzte „gebauchpinselt“ mit einem sozialen Bonus in Form von „Fortbildungsveranstaltungen“ und „Auslandsaufenthalten“.

Da liegen dann morgens die Teilnehmerlisten aus, in die sich die Ärzte eintragen müssen, um am Ende der Tagung ihre fachliche Fortbildung bescheinigt zu erhalten. Und dann sind die meisten von ihnen auch schon wieder weg – zur Skipiste, zur Stadtbesichtigung – Paris, Wien, Bad Gastein. Zum schicken Abendessen versammeln sie sich wieder, oder treffen sich in den Logen der Opern, falls Kultur auf dem Programm steht. Das Leben kann so schön sein. ….

Zum Internisten gehen wir Patienten, wenn uns Herz- und Kreislaufprobleme ereilen. Nach der ganzen Abklärung der Laborwerte gehen wir mit einem Rezept für Blutdrucksenker und Statine gegen hohe Cholesterinwerte heim. Schauen Sie doch mal im Beipackzettel oder Internet nach, ob Ihr Medikament zur Cholesterinkontrolle ein Statin ist.

Die ärztliche Verschreibung zeigt uns seine vermeintliche Fürsorglichkeit. Je teurer das verschriebene Medikament, desto größer unsere Wichtigkeit, so meinen wir. Auch sagt er gewiss schon mal, dass wir gesünder leben sollten. Nicht so viel Alkohol, nicht rauchen, nicht zu fett essen, auch Sport darf in der Empfehlung nicht fehlen.
Aber das muss mir kein Arzt erzählen, das weiß ich doch schon lange!

Das mit dem Fett stimmt allerdings nur bedingt, es muss auch das richtige Fett sein. (Lesen Sie hierzu Udo Erasmus, den Fettpapst). – Und Sie wissen es auch, nicht wahr? – Nur, wie die Umstellung der Lebensgewohnheiten vonstatten gehen soll, welche wissenschaftlichen Neuansätze es da gibt, davon kein Wort! Vielleicht weiß er das selber auch nicht so genau.

Von dem Zeitpunkt der Diagnose an haben uns Arzt, Apotheker und Pharmafirmen voll im Griff. Und so tragen wir zu der Verteuerung des Medizinbetriebes bei, weil wir die schnelle Behandlung per Pille als unvermeidlich ansehen.

Wer möchte auch schon sein Leben umkrempeln? Unterschwellig wissen wir, dass das Zeit in Anspruch nehmen würde. Man muss sich informieren, d. h. viel lesen, entsprechend seinen Speiseplan umstellen usw. Dann kommen die faulen Ausreden: keine Zeit, keinen Bock, zu anstrengend, hilft ja doch nicht, keine Geduld.

Wer von uns verfolgt auch schon aus eigenem Antrieb, was die Biochemie und Umweltforschung zu diesem Thema zu sagen hat. Dabei ist das hochinteressant. Aber wo ist das Buch, dessen Erkenntnisse wir in unser Dasein einbringen können?

Ich habe es gefunden! Und es wirkt.

It starts with Food – discover the Whole 30! Es wurde von Dallas und Melissa Hartwig geschrieben. Es klingt so überzeugend, dass mein Mann und ich seit 2 Wochen diese neue Art der Ernährung ausprobieren. Obwohl die 30 im Buch für einen 30-Tage-Versuch stehen, sind wir uns jetzt bereits einig, dass wir endlich unseren Lebensstil gefunden haben.

Was ist in diesen nur 2 Wochen geschehen. Meine Schmerzen sind weg, ich kann wieder aufrecht gehen. Nette Nebenwirkung, 7 Pfund sind runter, aber das ist nicht so wichtig. Der Rollstuhl bleibt im Keller. Die durch Verlust der Knorpelmasse sehr schmerzhaften Knie tun nicht mehr so schrecklich weh. Ich kann wieder fast normal gehen. Die Schulter ist frei beweglich.

Die Psoriasis-Ekzeme unter den Füßen und in den Handinnenflächen und die ständig aufgebrochenen Fingerspitzen sind verheilt. Diese typischen aufgerissenen Fingerspitzen sehe ich immer häufiger an anderen Menschen.

Meine Insulinspritzen sind inzwischen um ca. 50 % reduziert worden, der Blutzucker ist unter Kontrolle, der sich durch Spritzen nicht mehr zuverlässig regulieren ließ.

Mein Mann leidet unter Polyneuropathien. Es begann nach einer Grippeimpfung 2006 in den Füßen und erstreckte sich inzwischen bis zu den Hüften. 9 Neurologen, die er weltweit aufsuchte, konnten ihm nicht helfen. Auch die Chinesische Medizin während eines Klinikaufenthaltes von 6 Wochen versagte total.

Doppelrollstuhl für uns beide gefällig? Tandem für uns beide? Auch nicht so prickelnd.

Ergebnis bis heute: Seine Schmerzanfälle sind seltener geworden und reichen „nur noch“ bis an die Knie. Und wir sind uns beide sicher, dass wir in der Testphase von 30 Tagen weitgehend schmerzfrei sein werden. Epigenetik? Wer weiß.

Unsere Tochter ist ein in den USA lizenzierter HealthCoach, die uns berät und betreut. Sie hatte sich selber von einem langjährigen Hashimoto , ebenfalls eine Autoimmunerkrankung, heilen können. Unsere jüngere Tochter ist in Deutschland zugelassen als Heilpraktikerin. Das Wissen von beiden Töchtern hatten wir bislang ignoriert, weil wir beruflich 40 Jahre lang der „normalen“ Nuklear- und Isotopenmedizin verbunden waren. Nur Hilfe in der Schulmedizin fanden wir nicht, als es uns selber betraf.

Eine Dankbarkeitserklärung ist hier allerdings angezeigt: Gute Chirurgen sollte man in Gold fassen! Unfälle und notwendige Operationen gehören in die Hände eines guten Chirurgen.

Was ist nun das Geheimnis dieses Buches?

Das Geheimnis liegt ganz simpel in der Ernährung. Man sollte nur Obst und Gemüse aus biologischem Anbau essen. Es darf nicht chemisch behandelt werden, auch nicht für Transportzwecke! Es darf nicht durch Röntgenbestrahlung gegen Verwesung geschützt werden. Es darf natürlich nicht gen-modifiziert sein. Es muss unverändert durch menschliche Manipulation so frisch wie möglich auf den Tisch kommen.

Alle Zuckersorten sind wegzulassen. Es sollen keine Süßstoffe verwendet werden. Auch Stevia nicht! Es gibt kein Speiseeis mehr. Keine Schokolade, zumindest für 30 Tage sollte man das wohl aushalten können. Keine Torten.

Alle Brotsorten von fein bis grob bis Vollkorn sind wegzulassen. Das Gluten im Mehl löst Entzündungen im Körper aus. Es gibt bei uns nichts mehr, was aus Mehl hergestellt wird, also auch keine Pasta, Kekse. Auch glutenfreies Brot ist ein ungesundes Kohlehydrat und auf Grund der Verseuchung des Mehls durch die Bearbeitungsprozesse nicht mehr auf dem Speiseplan.

Weizenmehl wird gebleicht mit Chlorgas, wird dann angereichert mit den Vitaminen, die man beim Ausmahlen zerstört hat. Das ganze ist dann durch die bereits stattgefundene Prozedur zu einem Freien Radikal verkommen, trägt also zu den Entzündungsprozessen im Körper bei.

Kein Reis, kein Tofu, keine Sojaprodukte. Keine Kichererbsen, keine weißen Bohnen, Erbsen und Linsen. Keine Erdnüsse, denn die zählen nicht zu den Nüssen sondern zu den Leguminosen.

Nicht erlaubt sind ferner alle Milchprodukte. Butter ist nach einer Woche wieder erlaubt. Sahne probiert man am besten vorsichtig nach den ersten 30 Tagen dieser neuen Ernährungsform aus. Käse jeglicher Art ist verboten.

Milch ist verboten, weil kein Säugetier nach der Entwöhnung von Mutters Brust oder Euter noch Milch zu sich nimmt, und schon gar nicht von einer anderen Spezies. Das ist völlig unnatürlich und ist deshalb von der Natur nicht vorgesehen.

Erlaubt sind alle Obst- und Gemüsesorten, möglichst al dente oder roh. Grüne Bohnen müssen wegen der darin enthaltenen Giftstoffe kurz aufgekocht werden. Kartoffeln sind nicht vorgesehen, wohl aber die Süßkartoffel. Blumenkohl ist ein guter Ersatz, wenn man Kartoffelbrei ersetzen möchte.

Fette sind ein wesentlicher Bestandteil der Diät. Alle ungesättigten Fettsäuren sind entzündungsfördernd, also gestrichen. Außerdem werden die Öle aus Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Hanf, Raps etc. bereits bei der Herstellung ranzig, zerstören somit unsere Gesundheit. Sie enthalten obendrein zu viele Omega 6-Anteile. Es muss ein vernünftiges Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 hergestellt sein, was leider in unserer herkömmlichen Ernährung nicht gewährleistet ist.

Ein einfach ungesättigtes Fett ist das gesunde Olivenöl, kaltgepresst – virgin Olive oil. Ein weiteres gutes Fett ist in frischen Avocados enthalten. Stellen Sie ihr eigenes Guacamole her oder essen sie die frischen Avocados als Butterersatz. Rezepte findet man im Internet. Butter wird ab dem siebten Tag der Diät vorsichtig wieder zugelassen. Nüsse enthalten gesunde Fette. Sie können auch – frisch gemahlen – als Grundlage für manche Speise dienen.

Eier sind erlaubt – gegen alle ärztlichen Empfehlungen 2 – 3 am Tag. Dazu kann man eine rohe Möhre knabbern, oder Kohlrabi, einen Apfel, eine Birne.

Die gesättigten Fette wie Rindertalg, Schweinefett, Hühnerschmalz bilden keine Transfettsäuren, die unsere Gesundheit zerstören. Allerdings müssen diese von biologisch einwandfreien Tieren stammen. Die Gefahr, dass diese Fette aus dem Supermarkt durch Umweltgifte der Landwirtschaft ungenießbar wurden, ist groß. Also abschneiden vom Fleisch, es sei denn Ihr Metzger bezieht es von einem Biobauer, der seine Tiere artgerecht hält!

Alle biologisch einwandfreien Fleischsorten sind erlaubt, alle Fischarten ebenso, wenn sie nicht in Aquakulturen gezüchtet werden, die den Einsatz von Antibiotika erfordern.

Jetzt werden Sie vermutlich recht irritiert sein und wissen wollen, was man denn überhaupt noch essen darf. Ich habe es mir auch zunächst nicht vorstellen können, aber heute Mittag war ich im Restaurant. Es gab als Vorspeise ein feines Carpaccio vom Rind in Olivenöl. Als Hauptgericht servierte man uns Geschnetzeltes aus der Rehkeule mit Pfifferlingen an Rahmsauce (ohne Mehl)mit Rotkohl und auf unseren Wunsch mit Broccoli, Blumenkohl und grünen Bohnen. Als Nachtisch gab es frisch geschnittene Früchte mit einem an und für sich verbotenen Klecks Sahne obenauf.

Heute abend gibt es Räucherlachs mit Rettich und danach einige Nüsse.

Da wir Alkohol und insbesondere Wein seit Beginn der Diät gestrichen haben, blieb es bei Mineralwasser. Aber auch Apfelschorle oder verdünnter Traubensaft sind gute Getränke.

Wenn Sie also fortschreitende Krankheiten aufhalten und vielleicht sogar heilen wollen, dann lesen Sie sich ein. Ich bin sicher, dass das zitierte Buch demnächst auch in einer deutschen Übersetzung vorliegen wird.

Aus der Webseite der Autoren habe ich übrigens die Einkaufsliste zusammengestellt. Sollten Sie das englischsprachige Buch elektronisch herunterladen, haben Sie ab morgen bereits die Möglichkeit, Ihr Leben umzustellen, denn dann erhalten Sie den Zugang zu der Lebensmittelliste. Aber eigentlich habe ich ja in diesem Bericht auch schon die notwendigen Informationen gegeben. Viel Erfolg!

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=it+starts+with+food&sprefix=It+starts+with+food%2Cdigital-text%2C381&x=9&y=21

oder kurz

http://tinyurl.com/9g8kty6

und

http://paleolithicmd.com/2012/06/06/a-physicians-whole-30-experience-what-i-learned/

Bericht eines Arztes, der es ausprobiert hat.

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